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Susten - Glaubenbergpass  -  4. August 2007

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Kaisten - Frick - Autobahn A3 Richtung Zürich - Ausfahrt Baden - Links halten Richtung Oberrohrdorf - Mutschellen geradeaus über grosse Kreuzung - Oberwil - Unterlunkhofen - In Ottenbach links Richtung Affoltern - Kurze Zeit später (nach Wäldchen rechts) rechts Richtung Affoltern am Albis - Affoltern grosse Kreuzung links Richtung Zürich - Nächster Kreisverkehr rechts Richtung - Aeugst - Vollenweid - Hausen am Albis - Sihlbrugg - Richtung Wädenswil (Autobahn Richtung Chur) - Pfäffikon - Richtung Etzel  - Feusisberg - Richtung Einsiedeln - Hier lange nach der richtigen Strasse gesucht - Richtung Schwyz - Ibergeregg - Schwyz - in Schwyz auf dem Kopfsteinpflaster verfahren - Richtung Ibach Muotathal - Pragelpass-Strasse SA / SO gesperrt - zurück - Schwyz - Altdorf - Brunnen (Autobahn) - Wassen - Sustenpass - Richtung Luzern - In Sarnen Links Richtung - Glaubenbergpass - Entlebuch - Wolhusen - Umleitung gefolgt auf A2 - A1 Richtung Zürich - Aarau - Staffelegg - Frick - Kaisten

437 km

Für mich relativ früh um 8:30 starte ich in Kaisten. Kurz nachdem ich losgefahren bin, merke ich, dass es doch noch etwas frisch ist. Also gleich wieder angehalten, Pulli und dickes Halstuch an und weiter geht es. Ich mache einen kleinen Abstecher auf die Autobahn und fahre von Frick bist zur Ausfahrt Baden über die A3. Eigentlich bin ich ja gar kein Freund von Autobahnen, um jedoch ein paar Kilometer hinter mich zu bringen und so den Alpen näher zu sein, ist das ja ganz praktisch. Aus diesem Grund habe ich mir gleich im Januar eine Vignette zugelegt. In Baden geht es schon wieder von der Autobahn runter - wir wollen es ja nicht übertreiben - und weiter über kleine Landstrassen Richtung Ottenbach. Eigentlich hat man von hier einen schönen Blick auf das Reusstal, jedoch hängt derzeit noch der Nebel fest über dem Fluss.

Reusstal im Nebel 

 Erste Sicht auf die Alpen

Es ist noch immer  relativ kühl. Langsam erscheinen schwach die ersten Alpengipfel über dem Nebel. Dieser Strecken-Abschnitt ist eigentlich meine Zürich-Umfahrung, da ich in der Regel nie Lust habe dort im Stadtverkehr fest zu stecken. Heute probiere einen etwas anderen Weg und biege in Ottenbach Richtung Affoltern und von dort weiter Richtung Wädenswil ab. Die Strecke belohnt mich mit ein paar sanften Kurven. Um wieder etwas Kilometer zu schinden, geht es kurz auf die A3 bis zur Ausfahrft Präffikon. Eigentlich wollte ich ja schon eine Ausfahrt früher raus, aber ich habe sie verpasst, peinlich... Von Pfäffikon soll es weiter an den Sihlsee gehen. Zunächst habe ich Mühe in den Ortskern zu kommen, versehentlich lande ich auf der Strecke zu der anderen Seite des Zürichsees, Rapperswil. Also wieder drehen: In Pfäffikon finde ich nur mit etwas Glück die kleine Strasse nach Etzel (relativ zentral im Ort geht es an einem Kreisverkehr links hoch). Ich finde jedoch einfach die richtige Abzweigung zum Sihlsee über Etzel und Egg nicht. Nach mehreren Runden durch Feusisberg finde ich einen Fahrradweg, der allerdings für Kraftfahrzeuge gesperrt ist. Bei den Bussen hier in der Schweiz verkneife ich mir weitere Gedanken in diese Richtung. Also fahre ich in Feusisberg geradeaus Richtung B8 und dort links weiter Richtung Einsiedeln. In Einsiedeln, was wohl ein ziemlicher Tourismusort ist, verfahre ich mich vor lauter Wegweiser schon wieder. Schliesslich finde ich hier ein Schild mit Etzel und Egg, wahrscheinlich wäre das meiner richtige Strasse gewesen. Schade. Da ich noch viel vorhabe, fahre ich diese nicht zurück, sondern halte mich Richtung Schwyz und gelange wie gewünscht an der Ostseite des Sihlersee in Richtung Ibergeregg. Kleine Wellen klitzern nier wirklich gigantisch auf dem See.

Sihlsee 

 Am Sihlsee

Die Strasse wird recht kurvig, man sollte auf Sicht fahren, aufgrund der fehlenden Mittellinie fahren die meisten Autos mal wieder viel zu weit links. Schliesslich auf dem Ibergeregg gehe ich ein paar Schritte einen Wanderweg entlang und mache mich über den ersten Teil meiner Vorräte her. Die paar Schritte haben genügt, ich höre nichts mehr von der Strasse, nur noch Kuhglocken und Natur. Jetzt knipse ich noch ein paar Probebilder mit meiner neuen Kamera. Mit den vielen neuen Funktionen tue ich mich noch etwas schwer. 

Ibergeregg 

 Ibergeregg

Schliesslich geht es gemütlich weiter und in Schwyz angekommen verfahre ich mich natürlich schon wieder. Ich glaube ich sollte im Auto nicht ständig mit Navigation fahren, dass verdirbt den Orientierungssinn. Oder brauche ich ein Motorrad-Navi? Schliesslich finde ich das Muotathal und fahre Richtung Pragelpass. Leider erwartet mich ein Schild "5 km hinter der Pass Strasse SA/SO für Kraftfahrzeuge gesperrt." So eine Sch.... Ich schaue auf die Karte und es bewahrheitet sich wieder: "Wer lesen kann ist klar im Vorteil". Steht ja auch so in der Karte. Ich beschliess umzudrehen und den Heimweg über den Sustenpass anzutreten. Also zurück, kurz auf die Autobahn, entlang am Vierwaldstätter See,  Altdorf erneut auf die Autobahn Richtung Wassen. Vorher noch geschwind getankt und ein Sandwich verdrückt. Von dort dann ab auf den Susten. Auf dem Susten knipse ich ein paar Bilder und beschliesse, da mich der Hunger schon wieder packt eine Wurst auf dem Hospiz zu essen. Eigentlich ist es schon etwas spät und ich möchte gerne noch den Glaubenbergpass mit nehmen, daher fühle ich mich etwas in Eile. Die Wurst dauert und dauert und dauert.

Susten 

 Susten

Schliesslich setzt sich noch so ein Schweizer Verein mit viel Holdrihoh vor mich auf die Terasse, schon ist es Aus mit der Ruhe in der Bergwelt. Die Wurst kommt schliesslich nach einer halben Stunde, durchaus sehr fein, das mitgelieferte Brot ist jedoch uralt. Die Bedienung ignoriert meinen Wunsch zu zahlen, daher gehe ich rein und gebe ihr, nun schon zunehmend genervt, das Geld. Aufgrund der schönen Aussicht beruhige ich mich schnell wieder und fahre weiter Richtung Entlebuch. Nach kurzer Fahrt habe ich Stau vor mir. Passanten leiten den Verkehr an einem Unfall vorbei. Leider ist auch ein Motorrad betroffen. Zwei Personen liegen auf dem Boden und werden ebenfalls von Passanten versorgt. Ein Auto ist ebenfalls ziemlich schwer vorne beschäftigt. So wie es aussieht sind noch keine Einsatzkräfte da. Ich werfe nur einen kurzen Blick in die Runde, da ich im Prinzip die Unfallgaffer hasse, aber ein bisschen neugierig bin ich halt doch. Was ich sehe, sieht jedoch wirklich übel aus. Später befriedige ich meine Neugierde im Internet und lese, dass ein Autofahrer von seiner Fahrbahn auf die Gegenfahrbahn abgekommen ist und das Motorrad erwischt hat. Alle haben überlebt, der Motorradfahrer musste mit dem Hubschrauber abtransportiert werden, die Sozia mit der Ambulanz. Das schlimme finde ich jedoch, dass ich ungefähr zehn Minuten weitergefahren bin, erst dann kam mir die Polizei entgegen. Die Ambulanz sogar erst nach 20 Minuten. Das heisst, die haben oben noch fast 20 Minuten auf die Polizei und fast 40 Minuten auf die Ambulanz gewartet. Dauert ganz schön lange, bis da oben jemand ist... Anscheinend haben die Passanten aber auch ganze Hilfe geleistet. Ich komme ins Grübeln, meine Sofortmassnahmen sollte ich auch mal schleunigst auffrischen. Was wäre wohl, wenn die Wurst nicht so lange gebraucht hätte? Wäre ich dann direkt dazu gekommen? Womöglich mit beteiligt? Man sieht mal wieder, die ganze Hetzerei bringt nichts.

So wie es scheint bin ich nicht der einzige der grübelt. Alle fahren doch sehr sorgfältig und gemässigt weiter. Was jedoch eine Gruppe Motorradfahrer aus Bern macht, ist doch reichlich übertrieben. Sie fahren im Pulk mit 40 Sachen den Berg runter. Jeder so dicht auf dem anderen, dass ein Überholen erst mal nicht möglich ist: Leute, das ist nicht die Lösung! Wenn Ihr nicht schneller fahren wollt, lasst wenigstens andere vorbei und haltet Abstand. Ich reise mich zusammen und überhole schliesslich in einer sehr langen Geraden. Ich versuche mir die Laune nicht verderben zu lassen, es ist noch immer ein herrlicher Tag, wunderschön warm und fast kein Wölkchen am Himmel. Nach dem Susten geht es schliesslich in Innertkirchen weiter Richtung Luzern. Ich nehme auch hier wieder ein Stückchen Autobahn und gehe in Sarnen wieder runter. Dort übersieht mich glatt so ein älterer Herr. Schaut an der Kreuzung in meine Richtung und fährt trotzdem zu. Ich kann nicht mehr bremsen und komme mit einem Schlenker geradenoch hupend an ihm vorbei. Der Glaubenbergpass macht aber dann wirklich Laune, trotz seiner vergleichsweise geringen Höhe. Die Strasse ist wieder relativ eng und man sollte auf Sicht fahren. Es ist jedoch fast kein Verkehr. Kurz nach der Höhe biege ich im spitzen Winkel auf einen geteerten Wanderweg ab und finde eine herrliches Rastplätzchen über dem Sarner See mit schönem Ausblick. Hier verputze ich die restlichen Vorräte und knipse wieder fleissig meinen Memory-Stick voll.

Glaubenbergpass 

 Glaubenbergpass

Glaubenbergpass

Kurz vor Entlebuch fällt mir ein, das der schweizer Film die Herbstzeitlosen ja hier in der Gegend gedreht wurde, ob ich wohl durch das Dorf komme? Ich schaue mich genau um, jedoch leider nein. Später am Abend google ich nach, ich hab da was durcheinander gebracht, die Story spielt in Trub im Emmental. Allerding ist auch Trub nicht weit von Entlebuch entfernt. Von Entlebuch geht es relativ langweilig weiter Richtung Autobahn Basel. Vor einem Ortsschild überhole ich noch ein langsam fahrendes Auto und sehe gerade noch, dass auf der Tankstelle am Ortseingang die Polizei gerade tankt. Einer der Uniformierten schaut mir sehr genau nach. Ich bremse sofort. Ups! Sorry. Aufgrund des slowups am Sempacher See, werde ich eine Umleitung lang geleitet. Schliesslich erreiche ich über die A2 und A1 Aarau und fahre dort über Staffelegg zurück nach Frick. Alles in allem eine nette Tour, wenn auch nicht mit aussergewöhnlichen Kurven, jedoch mit einigen netten kleinen Strassen.

 



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Letzte Änderung: 27.04.2014
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