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Schottland Reise - Tag 8 - 25.08.2008

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Wie erwartet ist es wieder windig und regnerisch. Mehrmals in der Nacht bin ich aufgewacht, weil der Wind regelrecht am Auto gerüttelt hat. Laut Navi liegt mein nächster Stop ca. 260 km entfernt. Das kommt mir seltsam weit vor. Ich fahre weiter ins Landesinnere, zum grössten Teil über One Track Roads mit Passing Places. Auf ein Mal bin ich am Ziel, obwohl das Navi immer noch 95 km zeigt. Es scheint so, als wäre die Isle of Sky nicht sauber in meinem Navi kartographiert. Da die Gegend hier vergleichsweise langweilig ist, beschliesse ich nun doch gleich weiter an die Ostküste zu fahren, die nicht mehr weit ist um dort nach Delphinen Ausschau zu halten. Zunächst fahre ich nach Cromarty. Dort trifft mich eine herbe Enttäuschung: Es gibt zwar Ausflugsfahrten um Delphine zu beobachten, der nächste freie Platz wäre aber frühestens Mittwochabend. Das würde meinen Zeitplan für die Rückfahrt kritisch durcheinander bringen.

Delphine in Schottland

Ich frage, ob ich irgendwo vom Land her die Chance habe, die Delphine zu sehen. Man empfiehlt mir Fortrose, genauer das Rosemarkie Lighthouse - ein Leuchtturm. Ich fahre also weiter und stelle mein Auto auf dem ersten Parkplatz in Fortrose ab. Zum Leuchtturm ist es leider weiter als erwartet, es braucht einen Fussmarsch von einer dreiviertel Stunde den Strand lang. Es nieselt zwar gelegentlich, aber die Wolken beginnen aufzureisen. Als ich am Leuchtturm ankomme, zeigen sich tatsächlich die ersten Delphine. Sie sind nicht ganz so leicht zu fotografieren wie die Robben. Ausser mir sind ca. 50 weitere Leute ebenfalls auf "Delphin-Jagd", zum Teil bewaffnet mit High-Tech-Fotoapparaten. Ich - nicht ganz so edel ausgerüstet - mache ca. 100 Bilder, von denen die meisten leider nur leeres Wasser zeigen. Auf einigen ist wenigstens Schwanz- oder Rückenflosse zu sehen, das beste Bild zeigt wenigstens einen Delphin-Rücken. Der Digital-Fotographie sei Dank, denn mit der Analog-Fotografie hätte ich mir das Draufhalten und Knipsen einfach nicht leisten können.

Da es bereits halb sechs ist, als ich genug von den Delphinen habe, mache ich mich gleich auf die Suche nach einem Schlafplatz. Direkt am Strand ist einer und ich frage nach. Auch dieser gehört zu einem Britischen Campingclub  und ist ähnlich teuer wie der in den Highlands. Generell scheint es mir, dass die Campingplätze, die Mitglied von bestimmten Clubs sind wohl immer wesentlich teurer wie die ohne Mitgliedschaft, jedoch ist der Komfort höher.

Der Manager ist super freundlich und schenkt mir sogar einen viertel Liter Metholic Spirit (Spiritus) für meinen Kocher, so dass es endlich mal wieder was Warmes gibt. Sirenenalarm: Meine Nachbarn haben zwei kleine Sirenen. Der Bub reisst die Grenzpfosten der Campingplätze aus, die Eltern sagen nichts. Toll. Dafür sind die Nachbarn auf der anderen Seite sehr freundlich. Er empfiehlt mir ein Pub im Ort. Ich beschliesse daher nach dem Essen ebenfalls noch das Pub zu besuchen. Es ist ziemlich leer, nur meine zwei Nachbarn, die Wirtin und zwei junge Leute. Ich lasse mir wieder ein Bier empfehlen und nehme ein Fairtrade aus Aberdeen. Wir unterhalten uns über unsere gegenseitigen (nicht vorhandenen) geographischen Kenntnisse. Eine junge Frau redet einen Dialekt, bei dem ich absolut kein Wort verstehe. Ihr Bekannter klärt mich auf, dass sie aus Glasgow ist und dort alle so reden. Aber auch der Dialekt der übrigen fällt mir ausserordentlich schwer zu verstehen  (Fish – "Fäsch"). Weniger Probleme habe ich mit meinen Nachbarn, sie kommen aus der Nähe von London und mit ihnen ist das Gespräch flüssiger.

Als ich auf den Campingplatz zurückkehre kreischen die Bälger von nebenan immer noch, da ich recht müde bin, nehme ich meine Ohrstöpsel und verziehe mich in mein Zelt und schlafe bald ein. Auch diese Nacht wache ich frierend auf, es liegt jedoch nicht am Schlafsack, sondern ich liege nicht mehr auf meiner Iso-Matte. Nachdem ich alles zurecht rücke, und meine Kaputze wieder überziehe, wird es wieder warm.

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Schottland 2008 - Tag 8 - schlageter.ch - Schottland Reise 2008 / Tag 8: Verfolgen Sie meine Reise von West nach Ost durch Schottland, Sichtung Delphine und Bekanntschaft mit rauem Dialekt.
Letzte Änderung: 10.11.2014
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