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Schottland - Tag 4 - 21.08.08

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Alles fühlt sich nass und feucht an. Tatsächlich ist das ganze Zelt von innen feucht und an der Seite steht etwas Wasser. Das Ende des Schlafsacks ist ebenfall nass. Was ist passiert? Mir ist es nicht ganz klar. Ich lasse den Inhalt einer Wasserflasche Wasser auf das Zelt tropfen, das perlt wunderbar ab. Muss also komplett Kondenswasser sein. Ich beschliesse die nächste Nacht im Auto zu schlafen. Es ist relativ kalt und regnet immer wieder. Mein Frühstück nehme ich daher unter dem Baum. Ich mache mich trotzdem auf den Weg. Schnell finde ich ein Hinweisschild mit Nicks Pass. Das klingt interessant, jedoch verpasse ich zunächst die richtige Abzweigung. Auf dem Hinweisschild ist leider auch nicht die Entfernung angegeben. Der Pfad, den ich zunächst fälschlicherweise nehme ist sehr steil und romantisch, zum Teil muss ich die Hände zur Hilfe nehmen. Als eine grössere Regenfront vorbei zieht, finde ich Schutz unter einem Felsvorsprung. Als der Pfad auf einmal auf einer Schafweide endet, beschliesse ich erst mal wieder den Abstieg. Als Rückweg wähle ich einen Alternativpfad, der zunächst einfacher scheint, jedoch muss ich zwei Abschnitte überwinden, über die ich mich regelrecht herablassen muss. Für kleine Leute wäre das nichts gewesen. Als ich immer mehr Schafe sehe dämmert es mir: ich bin nicht auf einem offiziellen Fussweg, sondern war auf einem Schafsweg unterwegs. Nach den zwei schwierigen Abstiegen komme ich jedoch schnell voran und mache mich zurück im Tal erneut auf die Suche nach dem Aufstieg zum Pass. Der ist sehr steil, ich muss oft anhalten um zu verschnaufen. Auch hier laufen mir Schafe über den Weg, die jedoch nicht zutraulich sind.

Meine Lust weiter zu wandern sinkt immer mehr. Noch immer fällt permanenter leichter Nieselregen. Trotz Goretex-Jacke bin ich sowohl von aussen nass, als auch von innen aufgrund des beschwerlichen Aufstiegs nass geschwitzt. Zwar schaut immer mal kurz die Sonne raus, aber nur so kurz, dass es nicht zum trocken werden reicht. Als neues Ziel setzte ich mir nur noch den Pass zu erreichen und nicht mehr die ganze Route zu laufen. Und tatsächlich scheint es nur noch wenige Meter bis zum Ziel zu sein. Doch hinter der nächsten Anhöhe kommt etwas versetzt eine weitere und das Spiel geht noch zweimal so weiter. Als die nächste Anhöhe im Nebel bzw. in den Wolken verschwindet, habe ich den Grund umzudrehen sonst wird es zu gefährlich. Ich steige also wieder ab. Insgesamt war ich jetzt gerade einmal etwas mehr als vier Stunden weg.

Als ich wieder am Campingplatz ankomme schafft es die Sonne endlich länger herauszukommen. Es wird immer besser, so dass ich eine Leine zwischen Mauer und Auto spanne und meine feuchte Wäsche anfange zu trocknen. Kurz darauf kommt eine Frau und klärt mich auf, dass ich auch einen vorhandenen Trockner benutzen darf. Wäre nicht schlecht wenn das der Chef das gestern schon gesagt hätte. Da zu der Sonne ein leichter Wind weht, lasse ich meine Wäsche erst mal draussen. Es gibt Kaffee und Kuchen aus dem Aldi. Mit zwei Packungen Latte pro Tasse wird das Zeug trinkbar. Der Kuchen ist lecker.

Ich hatte gelesen, dass die angrenzende Strasse um den See geht und mache mich auf den Spaziergang. Nach ein paar Metern merke ich dass ich zwar die Kamera aber keine Batterien mit dabei habe. Daher gehe ich zurück und sorge für Nachschub. Freundlicherweise schliesst sich meine Zelt-Nachbarin Kelly an, die sagenhafte 2 Monate mit Rucksack auf Tour durch Enlgand and Schottland ist. Sie ist bereits wieder südwärts unterwegs und gibt mir ein paar Tipps zu sehenswerten Dingen. Das meiste ist mir jedoch aus meiner Vorbereitung bekannt. Die abendliche Aussicht auf den See ist sehenswert und liefert wieder das Motiv für zahlreiche  Fotos. Da es bereits recht kalt wird, gehen wir bald zurück und jeder kocht für sich sein Abendessen. Ich spendiere noch den Rest Kuchen und meine letzten zwei Bier zum Nachtisch. Wir verabschieden uns bald, Kelly ist Langschläferin. Ich im "normalen Leben" normalerweise auch, jedoch nicht beim campieren. Ich schlafe in meinem "riesigen" KA. Beim Herrichten des Lagers gebe ich mir Mühe, was sich aber auszahlt.

 

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Schottland 2008 - Tag 4 - schlageter.ch - Reisebericht Schottland / Nordengland Tag 4: Zelten und Wandern mit Hindernissen
Letzte Änderung: 27.04.2014
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