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Schottland - Tag 3 - 20.08.08


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Heute hole ich den Leihwagen. Ich bin leider viel zu früh am Flughafen. Der Mann vom Verleihbüro bittet mich später noch mal wiederzukommen, da er noch alleine ist. Ich kaufe mir bei Subways eine Cola und bemerke wieder den schmuddeligen Touch des ganzen Flughafens. Die Tische sind klebrig und werden nicht abgeräumt. Da war das Starbucks neulich deutlich besser. Jeder Tisch wurde dort nach dem Abräumen eingesprayt und abgeräumt.

Während  ich im Subways sitze fällt mir auf, dass einige Busse die Aufschrift ARRIVA haben, gestern ist mir Mercey Travel aufgefallen. Vielleicht gibt es zwei verschiedene Companys, die die Linien bedienen und desshalb hat mein Daily Riders nicht in beiden Bussen gegolten?

To the north

Als ich zurückkomme eröffnet mir der Manager das der Wagen erst noch gerichtet werden muss. Das soll angeblich in 10 Minuten soweit sein. Eine Viertelstunde später lässt er mich lostraben. Nach fünf Minuten Fussmarsch und fünfzehn Minuten weiteren Wartens kommt endlich Danny mit "meinem" silbergrauen Ford Ka. Er zeigt mir noch drei kleine Steinschlagschäden, ansonsten kann ich nichts sehen. Die Schäden werden im Vertrag vermehrt.

Als ich das Auto erhalte ist mir zunächst mulmig, mich in den Links-Verkehr zu stürzen. Nachdem ich doch bisher schon einige Fussgänger umgerannt habe. Als "Festländer" weiche ich automatisch nach rechts aus, wenn mir jemand entgegenkommt. Die Briten weichen nach links aus, so dass es immer wieder zu lustigen Situationen kam. Ein "Sorry - Excuse Me" wird immer freundlich akzeptiert. Das schlimmste ist das Schalten mit der linken Hand. Das ist so ungewohnt, dass ich mir die ersten paar mal wie ein Fahrschüler vorkomme. Zur Übung fahre ich erst zwei mal zwischen zwei Kreisverkehren hin- und her. Da das schnell ziemlich witzlos ist stürze  ich mich ins "echte" Strassen-Getümmel. Erstmal geht es zurück zur Woodcraft Road und es wird Proviant im Aldi eingekauft. Es zeigt sich bzw. wird sich während meines Urlaubs zeigen dass es tatsächlich einfacher ist bei viel Verkehr als bei wenig zu fahren. Man fährt einfach den Autos vor sich her und nichts kann schiefgehen. Schwieriger wird es, wenn die Fahrbahn leer ist.

Nach kurzer Zeit werde ich mutig und traue mich auch auf die zweite Spur und überhohle einen Bus. Bei Aldi bekomme ich alles ausser einer Luftmatratze und Spiritus, daher probiere ich es noch mal beim 24h Supermarket. Dort werde ich leider auch nicht fündig. Nun geht es auf zum Lake District. Ich bin froh mein Navi dabei zu haben. Schnell bin ich auf der Autobahn auf der ich sehr gut klar komme. Nach kurzer Zeit überhole ich die mit 60 Meilen pro Stunden vor mir fahrende Oma und schwimme mit der erlaubten Höchstgeschwindigkeit mit. Mir scheint es allerdings, das fast alle Briten ca. 10 bis 20 Meilen zu schnell unterwegs sind. In Grossbritannien sind innerorts 48 Kilometer pro Stunde (30 Meilen), ausserorts 96 Kilometer pro Stunde (60 Meilen) und auf der Autobahn 112 Kilometer pro Stunde (70 Meilen) erlaubt. Nur einmal vergesse ich nach dem Überholvorgang zurück auf die linke Spur zu wechseln und habe prompt einen Jaguar im Nacken. Das Fahren auf der Autobahn ist insgesamt einfacher als in der Stadt. Ich komme gut voran bis zum Lake-District, ab der Autobahnausfahrt wird der Verkehr jedoch zäh. Ich sehe ein Outdoor-Shop unterwegs und halte schnell an. Dort versuche ich wieder eine Luftmatratze und Spiritus zu bekommen. Leider finde ich nicht wie gewollt eine ganz dünne Luftmatratze sondern laufe mit 2 dickeren Schaumstoffmatten raus. Im nächsten Ort versuche ich es wieder und nehme schliesslich "Power-Fuel". Wie sich rausstellt, ist das wohl eher Petroleum und verrusst mir meinen Kocher ganz extrem. Ich versuche einen Campingplatz hinter einem Pass zu finden, merke allerdings zu spät, dass ich schon weiter bin, als ich eigentlich dachte, genauer kurz vor Keswick. Da ich keine Lust mehr habe nehme ich den nächsten ausgeschilderten Campingplatz - Bridge-End Farm. Das Wetter ist wunderschön und ich freue mich das Zelt aufbauen zu dürfen. Die zwei Meter zwanzig die mein frisch gekauftes Zelt angeblich hat, kann ich jedoch nicht finden. Egal wie ich mich drehe und wende, ich stosse mindestens an einem der Enden an. Heute abend gibt es Tortellini und Sauce, draussen schmeckt es einfach immer lecker. Ich gönne mir noch zwei Bier wobei ich das eine auf dem unebenen Boden fast komplett ausleere.
Ich schlafe schnell ein, jedoch wache ich oft auf.

 

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Schottland 2008 - Tag 3 - schlageter.ch - Reisebericht Schottland / Nordengland Tag 3: Leihwagen holen, heil raus aus der Stadt trotz Linksverkehr und ab in den herrlich ruhigen Lake District
Letzte Änderung: 27.04.2014
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