schlageter.ch
Home - News » Blog » Planet der Affen Revolution

Wie war eigentlich Planet der Affen Revolution?


Ich war schon am Mittwoch im Film - Preview. Es hat sich absolut gelohnt.

Den Originalfilm von 1968 mit Charlton Heston sah ich aufgrund meines Alters erst viele Jahre später im Fernseher. Ich war schon damals von der Story und den tollen Masken begeistert. Wie es wohl sein mag auf der falschen Seite des Gitters zu stehen? Mir lief es eiskalt den Rücken herunter, als am Ende des Films die Freiheitsstatue auftauchte und klar wurde, dass die gestrandeten Astronauten immer noch auf der Erde waren, nur in einer fernen Zukunft. Schaut man den Film heute an, so sind die Masken natürlich etwas altbacken, ich sehe ihn aber immer noch gern.

Planet der Affen Prevolution setzte da natürlich noch ordentlich eins drauf. Die Schauspieler stecken nicht mehr in Kostümen, sondern werden im Motion Capture Verfahren von Menschen zu Affen gemacht. Selbst die menschlichen Gesichtszüge werden am Computer auf den Affen umgerechnet und dies besonders im aktuellen Film sehr eindrücklich.

Eine recht gute Vorstellung davon bekommt man in diesem kurzen Clip:

Aber nun zum Film Planet der Affen - Revolution: Das in Prevolution entwickelte Alzheimer-Medikament ALZ-113 hatte für Menschen massive Nebenwirkungen. Der Pilot Hunsiker begann mit der weltweiten Verbreitung des Virus. Cesar ist mit den von ihm befreiten Affen in die Wälder bei San Franciso gezogen. Hier beginnt "Revolution". Jahre sind seither vergangen. Es ist Jagd. Cesars äterer Sohn scheucht leichtsinnig einen Bären auf. Beim Versuch ihm zu helfen kommt Cesar selber in arge Bedrängnis und wird von dem späteren Kriegstreiber Koba gerettet.

Der Film nimmt sich viel Zeit uns in die Affenkolonie einzuführen. Der Orang Utan Maurice ist jetzt Lehrer geworden. Cesar wird zum zweiten Mal Vater. Die Affen verständigen sich mit Zeichensprache. Ab und zu fallen ein paar Worte. Das ganze ist grossartig gefilmt und das Lager bekommt in 3D die richtige Tiefe.

Wenig später treffen ein paar Affen auf einen kleinen Trupp Menschen. Ein Schuss fällt und ein Affe wird angeschossen. Schnell eilen weitere Affen herbei. Malcolm, der die kleine Truppe von Menschen anführt, erfasst die Lage und befiehlt die Waffen niederzulegen, was ihnen das Leben rettet.

Die Menschen stammen aus einer kleinen Kolonie Überlebender aus San Franciso. Sie wollen ein altes Wasserkraftwerk in den Wäldern wieder in Betrieb nehmen, um Strom für Ihre Kolonie erzeugen zu können.

Zunächst scheint es fast so, als könnten Malcolm und Cesar Frieden zwischen den beiden Rassen schaffen. Doch es herrscht zuviel Misstrauen. Kriegstreiber in beiden Reihen gewinnen schliesslich die Überhand. Mehr soll hier aber nicht verraten werden.

Haben Sie es gewusst? Darsteller von Cesar ist Andy Serkis. Er hat auch Gollom in Herr der Ringe mit seiner ausdruckstarken Mimik Leben eingehaucht. Aber nicht nur er ist phantastisch. Auch Cesars Gegenspieler Koba kann man jederzeit seine Gedanken aus dem Gesicht ablesen.

Beim Rausgehen meinten einige Stimmen "nicht so gut". Man wird hier nicht von vorne bis hinten mit Action versorgt, wobei letzteres meiner Meinung nach nicht zu kurz kommt. Der Film nimmt sich aber viel Zeit die Geschichte zu erzählen und die Charaktere zu erklären. Manch einem mag das als Länge vorkommen. Für mich hebt er sich damit wohltuend von anderen Filmen des Genres ab. Auch die Bilder sind exzellent gefilmt. Die heruntergekommene Golden Gate Bridge, die durch die Bäume hetzenden Affen, das muss man einfach gesehen habe. Die Abendzeitung München schreibt, der Film ist die neue Referenz des Science Fiction. Ich schliesse mich da an. Gut, gegen Ende wird etwas oft sehr pathetisch geguckt, das lässt sich aber verschmerzen. Wer gut aufpasst findet auch den ein oder anderen Logik-Fehler, aber auch die halten sich in Grenzen.

Man kann den Film auch als Anti-Kriegs-Film stehen lassen, der die Entstehung von Konflikten sehr deutlich herausarbeitet. Meine Empfehlung: Unbedingt rein gehen! Der Film läuft ab dem 7.08.2014 in den Kinos.

Und hier der Trailer

Die Grundidee für die Geschichte lieferte ein Franzose: Pierre Boulle verfasste 1963 den SF-Roman Planet der Affen, in dem neben der kräftigen Portion Einfallsreichtum vor allem das Hintergründige fasziniert. Die Geschichte selber hat mit den Filmen aber nicht allzu viel zu tun.

Wer das Buch lesen will, findet es z.B. bei Amazon:

Und wer die Filme nochmal sehen will, wird dort natürlich auch fündig, z.B.:



Hat Dir der Artikel gefallen? Dann freue ich mich, wenn Du ein Like hinterlässt und ihn teilst. Herzlichen Dank!

Schreibe einen Kommentar - aber kein SPAM - der wird zuverlässig gefiltert!

  • Erforderliche Felder sind markiert mit *.

If you have trouble reading the code, click on the code itself to generate a new random code.
 

Planet der Affen Revolution - schlageter.ch - Meine Filmkritik Planet der Affen Revolution
Letzte Änderung: 18.06.2015
©2017 by Lars Schlageter

Über mich | Kontakt | Links | Impressum | Datenschutzerklärung