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Italien 2014 - Tag 2 - Ligurien

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Das Bett war etwas zu hart, mir tut alles weh, als ich aufstehe. Oder sind es die alten Knochen? Das Frühstück ist reichhaltig, nur italienisch üblich, ohne jegliche Ballaststoffe.

Noch zahlen, und dann geht es los. Hinter dem Tor vom Motel halte ich nochmal an, um die Karte zu checken und das Navi zu programmieren. Ich breche bald ab. Stechmücken fressen mich regelrecht auf. So schlimm habe ich es noch nie erlebt. Die Stiche sind äußerst schmerzhaft, ich muss weg hier. Die Dinger sehen auch anders aus wie bei uns. Ungefähr doppelt so groß und Weiss und Schwarz gestreift. Eigentlich richtig schick. Einen Kilometer weiter halte ich nochmal an und gebe den nächsten gewünschten Ort ins Navi ein.

Jetzt geht es. Nach ein paar langweiligen Kilometern erheben sich die ersten Hügel mit den ersten Kurven. Ich programmiere die Option »kürzeste Srecke«. Das Navi schickt mich gleich darauf auf Wege, wo zwei Autos kaum noch aneinander vorbei kommen. Geil! Allerdings kommt man so nur ganz extrem langsam voran. Irgendwann wechsele ich wieder auf »schnellste Strecke«, nehme aber Bundesstraße raus. Das ist auch lustig.

Unterwegs in Ligurien, Emilia Romana auf kleinen Strecken

Das ist Navi-Option "Kürzestes Strecke"

Unterwegs in Ligurien, Emilia Romana auf kleinen Strecken

Das ist Navi-Option "Schnelle Strecke, Ausschluss Autobahn, Bundesstrasse"

Stationen sind Pianello Val Tidone, Peccorara. In der Nähe von Cadelmonte sehe ich die größte Eidechse, die ich je gesehen habe. Ca. 40 cm lang, wunderschön grün. Sie rührt sich nicht vom Fleck und ich kann einige Fotos schießen. Später finde ich heraus, dass es wohl eine Smaragdeidechse sein muss.

Ich höre schon eine Harley den Berg hochbollern. Ich versuche den Minidrachen zu überzeugen doch das Weite zu suchen. Erst als ich direkt vor seiner Nase heftig aufstampfe, watschelt er empört davon. Da kommt auch schon die Harley mit vier anderen Maschinen im Schlepptau, die man natürlich vor lauter Harley gar nicht hörte.

Smaragdeidechse

Das Navi sagt links, rechts steht Passo Penice. Passo? Scheiß auf das Navi, Passo! Nach den Mini-Sträßchen mit zum Teil heftigsten Schlaglöchern und abgebrochenem Bodenbelag ist das eine richtige Wohltat. Oben ist es schon einigermaßen voll. Das meiste sind Motorradfahrer. Kaum Frauen und außer mir nur italienische Kennzeichen. Haben wohl alle mal für eine Sonntag-Moren Ausfahrt von Ihren Frauen frei bekommen. Ich bin entsetzt, dass sich ca. 80% Bier und Wein um 10:00 Uhr morgens in den Kopf schütten. Da wundern mich diverse Fahrstile nicht mehr. Bevor alle ausgetrunken haben und wieder auf ihren Kisten hocken, mache ich mich lieber wieder vom Acker. Weiter Richtung Süden. Ab Campore halte ich mich mehr östlich.

Den ganzen Tag sehe ich sehr viele Jäger. Wie halten es die eigentlich mit dem Alkohol? Erschiessen die nicht in Deutschland ab und zu mal ein Pferd, weil es wie ein Wildschwein aussah? Ach ja, hier 2012 und hier 2014. Auch Kühe sind in Deutschland laut dem Artikel von 2014 vor Jägern nicht sicher. Die hier werden ja hoffentlich einen Motorradfahrer auf einer Waldstraße von einem Wildschwein unterscheiden können?

In Ponte Veccio zieht sich eine beeindruckende Brücke über den Fluss Trebbia. Die Trebbia ist ein Nebenfluss des Po.

Ponte Veccio

Danach geht es weiter das Valle Dell'Aveto. Ich sehe so selten Gegenverkehr, dass ich mir immer wieder ins Gedächtnis rufen muss, dass das nicht heisst, das keiner kommen kann. Mittelstreifen sind auch hier meistens Fehlanzeige.

Valle Dell'Aveto

Schaue ich mir im Nachhinein die aufgezeichnete Route an, so sieht die reichlich chaotisch aus. Auch war ich zum Teil auf dem Gebiet der Emilia-Romagna unterwegs. Eine komplette Route habe ich nie programmiert. In letzter Zeit hat mich das Navi-Gefummel immer mehr genervt und ich hatte mir sogar überlegt, es daheim zu lassen. Als Kompromiss habe ich einfach immer auf der Karte geschaut, wo ich gerade bin und den nächsten Ort nach der schönsten Strecke ausgesucht und programmiert. Daher wurde es ein schönes Zickzack: In Montegrosso wieder etwas nördlich, Bedonia.

Zwischendrin auf dem Weg zum Passo Centocroci sieht es auch mal ziemlich nach Regen aus. Über den Bergen liegen dicke, dunkelblaue Wolken. Erfreulicherweise ist es dann doch nur Nebel und ich habe erneut einen regenfreien Tag.

Passo Centocroci
Ligurien

Auch das ist Navi-Option "Schnelle Strecke, Ausschluss Autobahn, Bundesstrasse"

In Sestri Levante, fast am Meer, suche ich auf der booking.com App eine Unterkunft. Hinterland oder Meer? Ich Entscheide mich für eine bezahlbare Unterkunft am Meer.

Da Navi schickt mich auf die Strada Stradale 370 (nicht mehr auf der GPS-Aufzeichnung - Akku war fast leer). Die Küstenstraße führt durch enge Tunnel, die durch eine Ampelregelung freigegeben werden. Pro Stunde hat man nur drei Mal grün.

Als es grün wird fahre ich als erster los. Ein Rollerfahrer mit Helmut Kohl Figur hängt mir im Nacken. Da ich selbst schon »leicht« über dem Geschwindigkeitslimit von 60 bin, lasse ich ihm die Freude und lass ihn passieren. Er soll heute ruhig auch mal ein Erfolgserlebnis haben. Ich habe heute an einem Tag so viele Kurven gehabt, wie schon lange nicht mehr.

Erste Sicht auf das Meer

Tunnelstrasse Cinque Terre

In Deiva Marina steuere ich das Hotel Eden an. Es hat sicher schon bessere Zeiten gesehen, alles ist ein bisschen marode. Zimmer und Bett sind aber sehr sauber und außerdem ist die Pizzeria direkt mit dabei, also melde ich mich mal für drei Tage an.



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Italien 2014 - Tag 2 - schlageter.ch - Reisbericht Italien 2. Tag: Rettung der Drachen und viele kleine schöne Strassen
Letzte Änderung: 22.10.2016
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