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Lightroom 5 Einsteiger-Tutorial

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Lightroom 5 Einsteiger-Tutorial

Geht es Ihnen auch so? Alle sagen: Du musst RAW fotografieren, das ist besser. Aber warum? Und was soll ich mit den RAW-Bildern überhaupt anfangen?

Was ist ein RAW-Bild?

Im Gegensatz zu JPG-Dateien, die zum Beispiel schon einen festen, vordefinierten Weissabgleich (den, den Sie bewusst oder unbewusst eingestellt) haben, enthalten RAW-Bilddaten die rohen, unbearbeiteten Kameradaten. Aber nicht nur den Weissabgleich verändert eine Kamera im Standardmodus. Auch die Farben sind bereits angehoben, das Bild ist nachgeschärft. Die Kamera verändert bereits den Datenstrom, der vom Sensor kommt. Lightroom liesst die rohen Daten und erlaubt es dem Benutzer, entsprechende Einstellungen vorzunehmen. Das führt i. d. R zu besseren Ergebnissen. Man spricht hier von "entwickeln". Analogfotografierer kennen den Begriff, der auch dort schon einen ähnlichen Vorgang bezeichnete.

RAW-Bilddaten sind daher auch deutlich grösser. Nicht alle Kameras können ihre Bilder im RAW-Format speichern. Meist sind es die besseren Modelle. Derzeit nutze ich den Modus JPG + RAW und lege nur an den Bildern mit gutem Motiv Hand an.

Beim Fotografieren im RAW sollte man eher unterbelichten als überbelichten, da man die Belichtung später amheben kann. Durch Überbelichtung fehlende Bildinformationen kann aber kein Programm der Welt mehr wiederherstellen. Allerdings sind bei RAW-Daten in überbelichteten Bereichen eventuell noch Informationen enthalten, auch wenn am Bildschirm nichts mehr zu sehen ist.

Was fange ich mit einem RAW-Bild an?

Der Platzhirsch für die Entwicklung von RAW-Bildern ist Adobe Lightroom. Ruft man dieses Programm als Anfänger zum ersten Mal auf, ist man erst einmal erschlagen von der Vielzahl der Funktionen und weiss sich überhaupt nicht zu behelfen. Zum Glück gibt es Standard-Workflows, an die man sich halten kann und die i. d. R. immer zu einem ansprechenden Ziel führen. Nicht immer sind diese optimal, aber für mich als Einsteiger eigentlich unverzichtbar. Ich zeige hier eine solche Bearbeitung exemplarisch. Ich selbst bin nach wie vor Lightroom Einsteiger. Aber einiges habe ich bereits gelernt. In diesem Artikel gebe ich meine Erkenntnisse wieder, die nicht unbedingt in jedem Detail richtig sein müssen.

Exemplarischer Lightroom-Standard-Workflow

Bild einladen via

Datei in den Arbeitsbereich importieren durch

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Die Leiste rechts brauchen wir nicht mehr. Sie können diese mit dem Pfeil am linken Rand weg klappen.

Wählen Sie die Rubrik "Entwickeln". Hier gibt Ihnen das Histogramm schon einmal wichtige Informationen zum Bild. Wenn Sie wie im Screenshot weisse Bildanteile rot und schwarze blau markiert haben möchten, dann klicken Sie die Pfeile nach oben an den Enden des Histogramms an.

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Horizont eben machen

Bilder die einen Horizont haben, sind manchmal schief. Dies lässt sich mit dem Tool "Freistellen und gerade ausrichten" beheben.

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Bei meinem Beispielbild ist das der Horizont jedoch schon recht gut abgebildet. In diesem Menüpunkt können Sie das Bild aber auch beschneiden. Über das Schloss-Symbol wählen Sie ein festes Seitenverhältnis vor.

Objektivkorrektur

Mit Objektivkorrektur kann man Verzerrungen, die durch das Objektiv hervorgerufen wurden, korrigieren.

In der Regel reicht es aus, unter Objektivkorrekturen

zu aktivieren.

Weissabgleich

Mit dem Weissabgleich in Lightroom können Sie unabhängig von de Kamera-Einstellungen den Weissabgleich eines RAW-Bildes nachträglich verändern. Zu finden ist die Einstellung unter...

Ändern Sie den Weissabgleich mit den Reglern oder wählen sie die Pipette und klicken Sie eine weisse bzw. neutralgraue Fläche im Bild an.

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Lichter / Tiefen - ein bisschen HDR

Lichter können verringert und Tiefen erhöht werden. Zieht man Lichter auf -100 und Tiefen auf +100, entsteht ein Effekt, der ein bisschen wie HDR-Fotografie aussieht. Nicht immer sieht das gut aus. Hier am Besten mit den Reglern spielen, bis ein gefälliges Ergebnis entsteht. Beim Anheben von sehr dunklen Elementen entsteht möglicherweise ein ziemlicher Rausch-Effekt an diesen Stellen. Achten Sie darauf.

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Weiss/schwarz

Weiss und schwarz dienen dazu die entsprechenden Anteile zu erhöhen und zu verringern. Bei gedrückter ALT-Taste zeigt Lightroom die Schwarz- bzw. Weiss-Anteile. Man kann pauschal so vorgehen, dass man die Regler bei gedrückter ALT-Taste so lange verschiebt, bis man ganz wenige Anteile sieht.

Bei gedrückter Shift-Taste kann man die Aufschrift Weiss und Schwarz auch doppelklicken, dann sucht sich Lightroom den passenden Wert. Da funktioniert auch bei Lichter und Tiefen. Nicht immer ist das Ergebnis jedoch ideal.

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HSL / Farbe / S/W

Typischerweise wird man hier eher nur unter Sättigung etwas drehen. Man kann zur Änderung die Schieberegler der einzelnen Farben verwenden, aber auch das Icon rechts anklicken und dann auf die entsprechende Farbe im Bild Klicken und durch Ziehen nach oben die Farbe verstärken oder Ziehen nach unten abschwächen.

Neben dem Regler hier kann man die Gesamt-Sättigung auch weiter oben in der Rubrik "Präsenz" ändern.

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Gradationskurve

Zumindest mir fällt es schwer an der Gradationskurve selber zu schrauben. Pauschal bringt folgende Vorgehensweise meist Erfolg:

Wie bei allen Schritten sind die Werte Bild- und Geschmacksabhägig.

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Schärfen

Hier kann man die folgenden Einstellungen vornehmen:

 

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Verzerrungen

Verzerrungen lassen sich bei Objektivkorrektur - Manuell anpassen

Bild exportieren

Ist das Ergebnis nun besser als das RAW-Bild? Exportieren Sie es nach JPG mittels:

Vorher/nacher

Zeit für den Vergleich zum Ursprungsbild? Hierzu einfach

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Zum Ausschalten der Ansicht die Funktion einfach nochmal anwählen.

Wie wirkt sich das jeweilige Werkzeug eigentlich aus?

Wenn man nachvollziehen will, wie sich das jeweilige Werkzeug denn nun tatsächlich ausgewirkt hat, kann man dies auch mit Hilfe eines kleinen Icons. Einfach darauf klicken, um zu sehen, wie das Bild ohne das Werkzeug aussah und nochmal darau fklicken, um die Wirkung wieder einzuschalten.

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Die Crux mit der Cloud

Inzwischen gibt es Lightroom in der Version 6.0. Noch einzeln erhältlich, aber Adobe will, dass wir doch bitte das Mietmodell Amazon Creative Cloud nehmen sollen. Will ich aber nicht. Habe mir daher nochmal die Vollversion gekauft. Ärgerlich: Eine neue Funktion, wie das Dunst-Entfernen, gibt es nicht in der Kaufversion. Erfreulicherweise wurde das nachprogrammiert. Das Plugin ist unter cutthruthefog.wordpress.com erhältlich.

Es läuft aber erst ab Version 6.1. Zumindest bei mir konnte ich zwar die Update-Funktion aufrufen, jedoch passierte nichts. Unter digitalphotographylive.com/adobe-lightroom-update konnte ich ein Updatepaket herunterladen und dann zum Glück installieren.



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Letzte Änderung: 31.10.2015
©2017 by Lars Schlageter

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