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Reise durch Kanada / Alaska 2015


In diesem Artikel findet Ihr...

Allein im Pickup-Camper von Whitehorse (Kanada) nach Alaska und zurück

Kanada steht schon lange auf meinen Wunsch-Zielen. Nachdem ich mir schon praktisch sicher war, Kanada in Angriff zu nehmen, bekam ich zufällig den Katalog eines grösseren Reiseanbieters in die Hand. Ich musste feststellen, dass ein anderes Land das bietet, was ich suche: Wilde Tiere, ursprüngliche Landschaften und keine mit Touris überfüllten Plätze: Alaska.

Ich forschte nach Reiserouten und Sehenswürdigkeiten und stellte fest, dass beides möglich ist: Kanada und Alaska. Von Frankfurt aus gibt es einen Direktflug nach Whitehorse in Kanada. Von dort kann man dann auf dem Landweg weiter Richtung Alaska. Und das habe ich dann auch gemacht.

Kanada / Alaska Tag 01-03 Kanada / Alaska Tag 01-03
Über viele Stationen erstmal nach Kanada
25-09-15 00:35

Kanada / Alaska Tag 04-05 Kanada / Alaska Tag 04-05
Ab ins Wohnmobil und dann den Yukon entlang nach Dawson City
26-09-15 20:33

Kanada / Alaska Tag 06-07 Kanada / Alaska Tag 06-07
Unterwegs von Dawson City nach Tok in Alaska auf dem Top of the World Highway und weiter Richtung Fairbanks
06-10-15 20:24

Kanada / Alaska Tag 08-10 Kanada / Alaska Tag 08-10
Denali Nationalpark und weiter über den Hatcher-Pass
17-10-15 19:34

Kanada / Alaska Tag 11-14 Kanada / Alaska Tag 11-14
Auf die Halbinsel Kenai Peninsula
25-10-15 15:35

Kanada / Alaska Tag 15-17 Kanada / Alaska Tag 15-17
In diesem Reisebericht geht es von der Kenai Peninsula wieder zurück Richtung Anchorage
04-11-15 21:06

Kanada / Alaska Tag 18-22 Kanada / Alaska Tag 18-22
In diesem Reisebericht geht es über den Alaska-Highway (leider) wieder zurück nach Whitehorse
22-11-15 16:35


Einreise nach Alasaka

Alaska gehört zur USA. Vorab muss man, wenn man mit dem Flugzeug einreisst, die Einreisegenehmigung bei der ESTA (https://esta.cbp.dhs.gov/esta/ online einholen. Diese kostet 14 US Dollar. Achten Sie darauf, dass Sie nicht bei einer anderen Seite landen, dort wird zum Teil für die gleiche Leistung mehr verlangt. Bei der Einreise selber ist ein moderner Reisepass erforderlich, der drei Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig sein muss.

Einreise nach Kanada

Ab dem 15.03.16 muss für Kanada ähnlich wie für die USA online eine Einreisegenemigung eingeholt werden. Diese gibt es unter http://www.cic.gc.ca/english/department/acts-regulations/forward-regulatory-plan/eta.asp und soll 7 kanadische Dollar kosten.

Reisen in Kanada und Alaska

Für mich kommt eigentlich nur Mietwagen oder Wohnmobil in Frage. Recht günstige Angebote für Mietwagen gibt es beim ADAC. Ebenso werden über den ADAC auch Wohnmobile angeboten. Hinter dem zweiten Angebot steckt aber eigentlich nicht mehr der ADAC, hier verkauft DER-Touristik im Nahmen des ADAC.

Wohnmobil mieten

Beim Mieten von Wohmobilen gibt es ein paar Dinge zu beachten:

Grenzübertritt vor Ort

Nachdem ich von den lockereren Bedingungen in Kanada gelesen habe, doch aber zumindest einen Teil von Alaska sehen wollte, fragte ich mich, wie es mit dem Grenzübertritt vor Ort aussieht. Hierzu schreibt Beate R .in alaska-info.de:

"Hallo Sylvia,

also ich kann Dir wirklich eine klare Antwort geben, denn ich bin selbst schon dreimal in Whitehorse gelandet.
Wenn Ihr einen Direktflug, ohne umsteigen in den USA habt, dann brauchst Du kein ESTA (Aber ab 2015 die kanadische Variante davon). Denn ESTA brauchst Du nur, wenn Du mit dem Flieger (oder Schiff) in die USA einreist.

Wie Truck Camper schon schrieb, sollstest Du Dich aber vorher erkundigen, ob der Rückflug von Whitehorse auch wirklich direkt geht. Vor ein paar Jahren noch gingen die Rückflüge von Condor über Fairbanks. Und obwohl man dort nur 1 Stunde Aufenthalt hatte, mussten wir alle aus dem Flieger aussteigen und die ganz normalen Einreiseformalitäten in die USA machen, also auch ESTA.

Wenn Du dann auf der "Acht" von Kanada in die USA einreist, dann fährst Du ja mit dem Auto, Du brauchst also kein ESTA. Aber Du brauchst natürlich einen gültigen Reisepass. Und Du musst auch dort an der Grenze dann die normalen Einreiseformalitäten machen, also Befragung (warum, weshalb und wie lang Du in den USA bleiben willst), Fingerabdrücke und Foto. Das ist aber dort kein Problem, die Officer sind meistens gut drauf.

Du solltest bei diesem Grenzübertritt allerdings darauf achten, kein Frischfleisch und kein Obst/Gemüse im Camper zu haben. Wir hatten zwar immer was dabei, sind aber zum Glück nie kontrolliert worden. Aber es kann ja sein."

Im Zweifelsfall dürfte es wohl sicherer sein, vorab die ESTA-Genehmigung einzuholen.

Ich habe mir nach einiger Foren-Recherche nun einen Flug nach Whitehorse (Kanada) gebucht. Whitehorse ist die Hauptstadt des Territoriums Yukon. Mit etwas über 25000 Einwohnern ist Whitehorse nicht gerade eine Weltstadt. Dementsprechend klein ist der Flughafen und wird scheinbar nur noch von Frankfurt aus direkt angefahren. Da Frankfurt auch ICE-Haltestelle ist, stellt das für mich kein wirkliches Problem dar. Ich hoffe nur, dass nicht mal wieder die Lokführer streiken. Ich war anscheinend recht optimistisch, denn es war gar nicht so einfach danach ein Wohnmobil zu bekommen. Habe jetzt wohl so ziemlich den letzten Pick-Up-Camper in Whiterhorse für meine Reisezeit (Anfang September) bekommen. Für den An- und Abreisetag habe ich mir ein Zimmer in einem Bed & Breakfast gebucht. Die Hotels waren schon ziemlich voll. Aber nicht nur deshalb Bed & Breakfast. Ich habe in der Vergangenheit damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Man ist i. d. R. viel Näher beim Vermieter und kann gleichmal erste Tipps einholen.

Wie ich anhand von Fotos festgestellt habe, ist der Pickup-Camper aber mindestens genau so gross wie der VAN. Ich habe mir eigentlich etwas mehr Kompaktheit erhofft. Aber wird schon passen.

Pickup-Camper vom Vermieter Fraserway

Umgang mit wilden Tieren

Relativ häufig stösst man im Zusammenhang mit Alaska auf das Thema wilde Tiere, speziell Bären. Sehr unterschiedlich sind hier die Ratschläge in den Foren.

Umgang mit wilden Bären in Alaska

Der Parkranger aus dem Glacier Nationalpark (USA) dürfte wissen, wovon er spricht:

Beim Wandern ist es nützlich, etwas krach zu machen. Manche empfehlen eine Bärenglocke, andere in die Hände klatschen und z.B. "He Bär" rufen. Das Glöckchen dürfte je nach Gegend eventuell zu leise sein. Auch ein Bärenspray (ein spezielles Pfefferspray) wird empfohlen. Dies sollte man aber eher vor Ort kaufen, da es bei vielen Fluggesellschaften auch im Aufgabegepäck nicht zugelassen ist.

Man sollte den Unterschied zwischen Grizzlys und Schwarzbären kennen. Die Grizzlys haben ein längeres Gesicht und den charakteristischen Buckel auf dem Rücken. Die Farbe ist aber kein eindeutiges Indiz. Grizzlys sind gefährlicher als Schwarzbären.

Bärenspuren sollte man auch als Laie erkennen können. Trampelpfade, Fellspuren an den Büschen und Bäumen, frischer Kot können auf einen Bären in der Nähe hindeuten. Jeztt sollte man gg. die Route wechseln.

Trifft man auf einen Bären, der einem selbst aber nicht gesehen hat, sollte man sich vorsichtig wieder ausser Reichweite zurückziehen.

Hat der Bär mich schon gesehen, so sollte man mit den Armen winken, sich versuchen als Mensch zu identifizieren und langsam zurückziehen. I. d. R. werden die Bären sich ebenfalls zurückziehen.

Einen Scheinangriff, bei dem der Bär nur die Reaktion testet, erkennt man, wenn die Ohren oben sind und der Bär laut schnaubend auf einem zu rennt. Auch hier kann das langsame Zurückziehen mit erhobenen Armen noch helfen.

Gefährlich wird es, wenn der Bär mit angelegten Ohren angerannt kommt. Dies sollte aber nur bei Bären, die sich oder ihre Jungen in Gefahr sehen, passieren. Bei Grizzlys sollte man sich den Bauch legen und die Arme hinter dem Rücken verschränken. Nicht vom Bär drhen lassen. Gut ist es, wenn man einen Rucksack auf hat, mit der der Rücken immerhin etwas geschützt wird. Bei einem Braunbären so gut wie möglich verteidigen. Wegrennen macht keinen Sinn, da die Bären zu schnell sind.

Relativ sicher ist man in grösseren Gruppen und wenn man einen vernünftigen Mindestabstand einhält. Speziell bei Tiere mit Jungtieren sollte man seine Neugier zügeln. Die eigene Angst kann man mit dem Bear Spray sicher beruhigen. Neben dem putzigen Aussehen der gefährlichen Wildtiere dürften viele Unfälle alleine schon deshalb passiert sein, weil Touristen tolle Schnappschüsse wie die Profis mitbringen wollen, dabei aber vergessen, dass die Profis Objektive mit riesigen Brennweiten verwenden. Also, Sicherheitsabstand waren.

Eine sehr gute Broschüre (die aber auch schon nicht ganz dem Video entspricht) findet sich bei alaskacenters.gov. Diese unbedingt anschauen.

Sogar der WWF hat jetzt ein Video gemacht zu mögliche Begegnungen mit den Bären.

Vorbereitung auf die Alaska-Reise

Eine grobe Idee, wo man in so einem grossen Land hin will, sollte man schon haben. Wie bereite ich mich vor?

Ich habe ein paar Dinge, die ich unbedingt sehen will. Dazu gehört in jedem Fall Dawson City, möglichst gefahrlos Bären und andere Wildtiere wie Seeadler fotografieren, die Nordlichter und zumindest teilweise will ich den Fuss mal auf den Stampede Trail setzen. Auf einem Link, den ich leider nicht mehr finde, habe ich auch einige Foto-Touren, sowie eine Reitertour für Einsteiger. Hier eine lose Sammlung der wichtigsten Ziele. Eine Überquerung des "Arctic Circle" muss ebenfalls sein, denn wann bietet sich mal schon die Gelegenheit, die Arktis zu besuchen.

Einige interessante Ziele

Sehr schön sind die Übersichtskarten auf alaska.org. Dort gibt es viele Hotspots via Google Maps.

 

Einiges muss man vorbuchen. Das passt mir persönlich überhaupt nicht. Ich möchte frei und spontan entscheiden, mich auch ein Stück weit treiben lassen und eventuell auch mal ein paar Tage an einem Ort bleiben, der mir gut gefällt. Nur was wichtiges zu verpassen wäre natürlich auch schade.

Daher kaufte ich mir eine Alaska-Karte.

Auf dieser markiere ich die für mich interessanten Sehenswürdigkeiten. So kann ich immer schauen, was in der Nähe liegt und einigermassen spontan entscheiden, was ich als nächstes mache. In Alaska stellt man schnell fest, das viele Hotspots nur mit dem Flugzeug zu erreichen sind. Die Flüge sind zwar vergleichsweise günstig, jedoch belasten mehrere Flüge das Budget dann doch heftig. Meistens sind derartige Touren mit einer weiteren Übernachtung verbunden. Ich gehe daher schnell dazu über, nur noch Hotspots entlang der Strasse zu markieren.

Ausserdem habe ich mir noch den Reiseführer von Marco Polo gekauft.

Auf diesem ist eine Rundtour angegeben, die auf den ersten Blick das wichtigste abzudecken scheint.

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Re: Kanada-Reise
Reply #2 on : Mon December 26, 2016, 11:01:11
Hallo Tom
Danke für Deinen Kommentar. Ich hatte nicht den Eindruck, dass nach Wildcampern gezielt Ausschau gehalten wird. Allerdings kann das wohl von Region zu Region verschieden sein. Schau Dir vielleicht noch diesen Link hierzu an: https://www.camperdays.de/blog/reiseplanung/wildcamping-weltweit-regeln.html#nordamerika. Ich denke es macht auch einen Unterschied, ob Du das mit einem Zelt oder einem Wohnmobil machst. Ich hatte bei einer Wanderung z.B. einen wunderschönen Wild-Zeltplatz an einem See entdeckt. Dort waren auch Boxen aufgestellt, um Essen wiltier-sicher unterzubringen. Gezielt gesucht habe ich nach solchen Plätzen nicht (hatte ja das Zelt nicht dabei). Auch die staatlichen Plätze habe ich so genommen, wie sie gekommen sind. Es gibt da aber Verzeichnisse. Ich hatte auch eines dabei, aber nur einmal reinschauen müssen.
Ich hoffe das hilft Dir etwas weiter. Viele Grüsse und schönen Feiertag. Lars
Tom Bergh
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Kanada-Reise
Reply #1 on : Sun December 25, 2016, 01:49:31
Hallo Lars, danke für diesen tollen Bericht bei Youtube. Du sagst, Wildcampen sei nicht opportun. Hattest Du bei Deiner Fahrt den Eindruck, so etwas wurde stark kontrolliert (z.B. Ranger, die da auf Nebenwegen nach Wildcampern Ausschau gehalten haben)? Es geht mir weniger darum, Kosten zu vermeiden, als vielmehr darum an bestimmten Plätzen speziell in der Morgendämmerung Fotoaufnahmen zu machen. Und wenn Du von staatlichen Plätzen sprichst, wie hast Du die im Vorfeld gefunden? War da eine Reservierung sinnvoll? Danke für Deine Antwort. LG Tom.

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Letzte Änderung: 18.11.2016
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