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Italien 2014 - Tag 8 und 9 - Ab nach Norden in die Region Gardasee


Kühe in der Toskana

Aus ist es mit der Ruhe in den Bergen! Die Großfamilie vom Restaurant hat sich auch hier einquartiert. Gestern Abend ging die Horde Bälger laut plärrend durchs Haus, gerade als ich eingeschlafen war. Heute Morgen das Gleiche.

Da fällt der Abschied wenigstens nicht so schwer. Die Kuh-Mädels stehen am Straßenrand. Spalier oder wollen sie sichergehen, dass ich weg bin? Dem Stier winke ich auch zu. Er ist wohl noch sauer, jedenfalls winkt er nicht zurück.

Zunächst geht es auf der Strecke von gestern Richtung Parma. Bis kurz vor Parma ist diese auch wirklich toll, danach wird es leider etwas ätzend. Man könnte natürlich auch Autobahn fahren, aber laut Routenplaner spart man da an den Gardasee nur wenige Minuten. Die Strecke ist wie mit dem Lineal gezogen. Nervig sind auch die zahlreichen Blitzer, von denen in jedem Dorf mehrere Stehen. Sind sie nur Attrappen? Zum Teil stechen die Einheimischen mit Volldampf dran vorbei. Man weis ja nie, hoffe da kommt nicht noch Post nach.

Am Gardasee ist die Hölle los. Ich beschließe, dass ich da nicht übernachten will und biege in Gargnago Richtung Lago d’Idro ab. Über den Lago di Valestino und Moerna fahre ich nach Idro, wo ich im il Sogno ein Zimmer nehme.

Lago di Valvestine

Moerna

Geniale Strecke. Das Gebiet hier ist wohl auch »Kampfgebiet« der einheimischen Motorradfahrer. Eine Bar hier ist Treffpunkt.

Tag 9 - Lago d'Idro

Hier mal zwei Tage, weil gestern ein relativ langweiliger Fahrtag war. Ich tue es mir also wirklich an und fahre an einem Sonntag an den Gardasee. Vorbei auf der Westseite des Lago d'Idro geht es über Storo, Lago di Ledro nach Riva del Garda.

Lago d'Idro

Morgenstimmung am Lago d'Idro

Lago d'Iseo

Morgenstimmung am Lago d'Iseo

Vor dem Ledro-See zweigt rechts die Auffahrt zum Passo di Tremalzo ab. Ich wusste zwar schon, dass das irgendeine Mountainbiker-Geschichte ist, auf meiner (Werbe-)Karte sieht der Pass aber offen aus. Oben am Restaurant angekommen mache ich die obligatorischen Fotos. Nur weiter komme ich nicht. Hinter der Beiz das grosse runde Schild mit dem roten Rand darum herum. Es ist sogar extra ein Mopedfahrer in der Mitte gemalt. Der Weg ist unbefestigt, ein Auto wird wohl gar nicht auf die Idee kommen.

Tremalzo

Tremalzo

Auf der Terasse stehen ein paar Mountainbiker. Sie funkeln mich böse an. Fast höre ich sie schon die Zähen fletschen und mich wütend anknurren.

"Ist ja gut, ich dreh ja schon und lass Euch den Spass allein."

Trotzem finde ich, lohnt sich die Auffahrt auch mit dem Motorrad. Die Strasse ist zwar verhältnismässig schmal, aber in einem guten Zustand. Und ich musste sie am Sonntag morgen eigentlich nur mit ein paar Mountainbiker teilen.

In Limone angekommen stürze ich mich ins Getümmel. Hier ist wirklich die Hölle los (wenn auch nicht ganz so schlimm wie in den Cinque Terre.

Limone scheint auch fest in deutscher Hand. Hier spricht man tatsächlich noch Deutsch ;-) In den Gebieten bisher bin ich nur mit Englisch weitergekommen.

Genau den Balsamico, den ich beim letzten Mal gekauft habe, finde ich leider nicht mehr. Ich nehme zwei andere Sorten mit. Hoffentlich schmecken die auch so gut.

Dann nehme ich noch einen kurzen Fahrzeugwechsel vor und miete mir ein Motorboot. Die führerscheinfreien 40 PS reichen zwar nicht für den grossen Geschwindigkeitsrausch, aber Spass macht das allemal. Könnte mich dran gewöhnen.

Mit dem Motorboot auf dem Gardasee

Mit dem Motorboot auf dem Gardasee

Für den Rückweg nehme ich wieder den Weg über en Lago di Valvestino, der in Gargnano vom Gardasee weg abzweigt. Dieses Mal biege ich aber kurz nach dem See rechts ab (obwohl Lago d'Idro links angeschrieben ist). Der Weg ist deutlich kürzer, wenngleich die Strasse schmaler ist.

Gardasee

Ciao Gardasee

Lago d'Idro

Ciao Lago d'Idro

Gedanken mache ich mir doch noch etwas um die lieben Säulen hier:

Italienischer Blitzer in grün

Wenn ich meinen Wirt richtig verstehe (er versteht ziemlich gut Deutsch, kann es aber nicht sprechen - ich verstehe etwas italienisch und kann es ebenfalls nicht sprechen), ist dieser hier (vor dem Hotel) in jedem Fall eine Attrappe. Auf der anderen Seeseite seien aber scharfe. Dort sind Sie orange (wie in der Gegend um Parma). Anscheinend haben die aber auch eine relativ hohe Toleranz. Er spricht 59. Habe dann auch nochmal gegoogelt. Auf jeden Fall wird in Italien von hinten geblitzt. Gerade um den Gardasee sei es besonders schlimm. Zum Teil kommen die Briefe mit fast einem Jahr Verspätung und das Inkassounternehmen schlägt nochmal kräftig drauf. Hätte ich vielleicht besser gestern gegoogelt. Hoffentlich bekomme ich keine Post ;-)

Gesehen habe ich unterwegs in einem Ort nur zwei Motorradpolizisten, die Kontrollen durchführten.



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Italien 2014 - Tag 8/9 - schlageter.ch - Von der Toskana in die Region Gardasee. Balsamico kaufen und Motorboot fahren
Letzte Änderung: 28.09.2014
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