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Italien 2014 - Tag 6 - Castello di Bagnone

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Schlechtes Wetter zieht auf

Das Wetter sieht sehr bescheiden aus. Kurz war die Sonne da, dann ziehen dunkle Wolken auf und es ist kalt. Nach dem Frühstück wasche ich trotzdem ein paar Sachen aus, denn ganz werden mir meine Klamotten nicht langen.

Wenigstens einen kleinen Vorrat sollte ich mir zulegen, bevor der Regen kommt. Ich schwinge mich daher aufs Motorrad und fahre nach Bagnone. Bagnone hat ein paar sehr alte Gebäude. Wählt man den richtigen Ausschnitt, dann kann man sich glatt vorkommen wie im Mittelalter.

Bagnone

Bagnone

Über Bagnone thront das Castello. Das Schloss selber ist nicht offen, jedoch kann man ganz normal durch das Dorf innerhalb der Burgmauern laufen.

Castello di Bagnone

Castello di Bagnone

Bagnone mit seinem nicht mal 2000 Einwohnern war 2009 mal kurz der Mittelpunkt von ganz Italien. 147 Millionen Euro wurden im Lotto gewonnen. In der kleinen Bar, in der ich vergeblich nach einer Landkarte gefragt habe, wurde der Spielschein für 2 Euro gekauft. Sogar die internationale Presse (zumeist die mit den großen Buchstaben) hat sich an den Spekulationen um den Gewinner beteiligt.

Ich kaufe dort aber keinen Lottoschein, sondern sichere mir im Sparladen lieber mal einen Minimalvorrat an Keksen und Getränken, falls es doch noch anfängt zu regnen.

In Bagnone sieht das Wetter aber schon deutlich besser aus. Ich hänge noch eine kleine Runde dran, bevor ich in mein Domizil zurückfahre. Jetzt scheint aber auch hier oben die Sonne und ich gönne mir eine Runde Extrem-Relaxing am Pool.

Als es anfängt kalt zu werden, besuche ich noch das Nardi-Museum direkt neben dem B&B an. Biagio und Anacarsi Nardi waren italienische Freiheitskämpfer im 19. Jahrhundert und nahmen an den Aufständen in Modena teil. Beide sind in dem Haus des jetzigen Museums in Apella aufgewachsen. Durch das Museum ist man schnell durch, es gibt eigentlich nur ein paar Tafeln mit italienischen und englischen Erklärungen.

Anschließend schaue ich mir die Rampe an, über die ich müsste, wenn ich mein Motorrad unterstellen will. Unten Geröll, oben Gras. Vor meinem geistigen Auge sehe ich es in Strömen regnen, mich alles Gepäck befestigen und mich mitsamt der Fuhre rutschend auf die gegenüberliegende Hauswand knallen. Nein danke, wird das BMWchen halt nass, ist ja nicht aus Zucker.

Toskana

Hoch geht ja vielleicht noch aber auch wieder runter?

Monte Prado, Monte Cusna, Alpe di Succiso - die höchsten Berge in der Toskana

Monte Prado, Monte Cusna, Alpe di Succiso - die höchsten Berge in der Toskana

Interessante Schafe haben die hier. Viel schlanker als unsere ("Fitnessschafe?") und die Mädels haben auch alle Hörner. Vielleicht eine alte Rasse?

Schafe mit Hörner

Als ich abends zum Restaurant laufe, steht die schon bekannt Kuh mal wieder auf die Straße. Ich biege auf meinen Wanderweg ab. Rechts alte Mauer, links Hecke. Als ich um eine Ecke komme, glotzt mich eine andere Kuh an.

»Hallo Kuh, auch ausgebüxt?«

Und jetzt? Ich will eigentlich keinen Umweg laufen. Naja, zur Not kann ich sie ja auf die Seite schieben. Hat bei einem Pferd ja auch schon mal geklappt. Aber das Ding hat Hörner! Wenigstens ist das ein Mädel. Die Kuh auf der Straße war ein Jungstier.

Ich geh mal langsam auf sie zu. Irgendwie schafft sie es zu wenden und trabt gemütlich vor mir her.

»Die wird jetzt aber hoffentlich nicht mit zum Restaurant kommen?«, denke ich mir noch, als sie durch ein Loch in der Hecke abbiegt.

Restaurant Montagna Verde

Das Restaurant Montagna Verde

Ob die mir nachher im Dunkeln auch begegnet? Tut sie aber nicht. Außer ein paar Spinnweben habe ich keine Hindernisse, dafür aber einen tollen Sternenhimmel, wie man ihn einfach nur fernab von großen Städten auf den Bergen sehen kann. Sogar die Milchstrasse ist zu erkennen.



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Italien 2014 - Tag 6 - schlageter.ch - Reisebericht Italien mit dem Motorrad: Castello di Bagnone, eine kleine Ausfahrt und "Dialog" mit Kühen
Letzte Änderung: 22.10.2016
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