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England 2016 - Ferien im Mini Camper Van


Start mit Tücken

Van Camper Ferien in England
Campieren im Wald in England

Heute werde ich endlich meinen Bumble Camper übernehmen. Ich freue mich schon. Noch mehr würde ich mich freuen, wenn ich mein Smartphone finden könnte. Vorhin im Graham Gardens Homestay in London Lutton hatte ich es noch. Und jetzt stehe ich ohne auf dem Bahnsteig und warte auf den Zug, der mich über London nach Peterborough zu James, dem Vermieter der Bumble Camper, bringen soll. Also zurück zum Ausgang und mit dem Taxi zurück ins Graham Garden Homestay.

Tatsächlich finden wir es relativ schnell. Es war mir im Auto aus der Hosentasche gerutscht und seitlich unter dem Vordersitz verschwunden. Robert, der Vermieter, bietet mir an, mich noch einmal zum Bahnhof zu fahren. Mein Zug nach London ist aber sicher schon weg und ich lehne daher ab und will mich lieber zu Fuss auf den Weg machen. Kopf frei machen und überlegen, wie ich alternativ nach Peterborough komme. Immerhin ist der Morgen zwar kalt, aber auch wunderschön.

Robert und seine Frau sind übrigens ganz tolle Gastgeber. Auch wenn ich die Unterkunft über booking.com gefunden habe, vermieten sie die Zimmer mehr auf airbnb-Art, man benutzt also Bad und Küche der Vermieter mit.

Als ich wieder am Bahnhof ankomme, ist eine lange Schlange vor den Schaltern. Ich komme wieder bei der gleichen Dame dran, die mir zuvor auch schon die Tickets ausgedruckt hatte. Ich hatte zuhause über den Anbieter goeuro.de Tickets herausgesucht und online ausgedruckt. Allerdings kann man nicht wie in Deutschland oder der Schweiz direkt das Ticket drucken, sondern erhält nur eine Bestätigung. Mit dem Code auf dieser und der gleichen Kreditkarte wie beim Kauf kann man dann angeblich vor Ort an einem Automaten das eigentliche Ticket ausdrucken. Klappte natürlich nicht. Aber dafür wenigstens problemlos bei der Dame hinter dem Schalter.

Ich erkläre ihr mein Problem. Sie schaut kurz auf ihren Rechner und meint, ich solle mich beeilen und den Zug nach London nehmen. Das mache ich auch und erwische ihn noch. Ich habe etwas Bedenken, denn wie bei uns, sind die Billigtickets an einen bestimmten Zug gebunden und ich sitze nun ja im falschen. Es kommt aber kein Schaffner. Insofern kann ich nicht sagen, wie die Sache im Falle eines Falles geendet hätte.

Harry Potter knapp verpasst

In London muss ich von Pancras nach Kings Cross "umsteigen". Das Ganze geht zu Fuss, aber ich habe zunächst Schwierigkeiten, mich zu orientieren, denn die Schilder sind nicht da, wo ich sie erwarte. Liegt das am Linksverkehr? Der gilt ja auch für Fussgänger. Ein paar Leute hätte ich schon fast über den Haufen gerannt, weil ich immer versuche, nach rechts auszuweichen.

Ich finde Kings Cross, das richtige Gleis und den richtigen Zug dann aber doch noch. Bei meiner ursprünglichen Verbindung war die Umsteigezeit so lange, dass ich jetzt also im geplanten Zug sitze und keine Angst mehr vor dem Schaffner haben muss.

Sehr schade ist, dass ich ziemlich knapp dran bin. Denn in Kings Cross müsste ich nur mal an der richtigen Stelle gegen die Wand rennen und könnte den Zug nach Hogwarts nehmen. Vielleicht. Kings Cross ist der Bahnhof aus den Harry Potter Filmen und eigentlich hätte ich hier schon noch ein paar Bilder knipsen wollen. Naja, beim nächsten Mal vielleicht.

Cmglee London Kings Cross Platform 9 3 4.jpg
Nur aus Wikipedia - von Cmglee - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, Link

Ich fahre auch nicht vom Gleis 9 3/4, sondern von 5.

Das mit dem Zug klappt einwandfrei, auch meinen reservierten Platz finde ich ohne Probleme.

Gestern nachmittag bin ich also von Basel nach London Lutton geflogen, um dann im Graham Gardens Homestay zu übernachten. In London angekommen, habe ich erst einmal in einer Wechselstube versucht, einen Teil des Weihnachtsgeldes in Pfund umzutauschen. Schwerer Fehler, das grenzte an Abzocke. Wer unbedingt Bargeld tauschen will sollte sich vorab den Kurs raussuchen. 200 Euro hätten ungefähr 170 Pfund geben sollen. Erhalten habe ich 140. Da hat jemand gut verdient. Aber selbst schuld, im Zeitalter des Smartphones hätte ich dass problemlos vorher klären können. Lehrgeld gezahlt. Abzocke Nr. 2 war die Pizza am Flughafen. Die musste aber sein, denn mein Magen hing schon auf dem Boden. Nicht, dass es zu Hause besser gewesen wäre. Für eine Mini-Tüte Chips und eine 0.5 Liter Cola habe ich am Flughafen Basel-Freiburg-Mulhouse 8.90 Euro gezahlt

Züge fuhren am 26.12. keine und so wartete ich mit vielen anderen Touris vergeblich auf den Shuttelbus zum Bahnhof. Ich beschloss zu laufen. Blöd nur, dass ich leider den falschen Bahnhof als Ziel eingegeben hatte. Es gibt mehrere in Lutton.

Schliesslich holte mich hier mein Vermieter Robert ab. Super Service. Wirklich zu empfehlen. Er empfahl mir auch noch ein passendes Restaurant.

Nun sitze ich also hier, im richtigen Zug und freue mich, den Bumble-Camper ausprobieren zu können. Seit Kanada / Alaska hat es mir das Thema Wohnmobil angetan. Eben mal am Meer parken und Tee trinkend auf die Wellen schauen - ist einfach schön.

Aber noch ein Fahrzeug mehr? Und dann so ein grosses Gefährt? Und so teuer? Die billig zu erstehenden sind meistens uralt und haben nicht einmal inzwischen selbstverständliche Dinge, wie ABS. Auf der Suche nach Alternativen stiess ich auf das Thema Van-Camper. In Amerika gibt es da eine richtige Szene. Viele wohnen dort ausschliesslich in ihrem Auto, weil sie sich ein Haus nicht leisten können oder wollen.

Auf dem Jakobsweg traf ich auch einem Campingplatz eine Holländerin in meinem Alter, die ihren Fiat selber ausgebaut hat und mir stolz alle Details zeigte. Sie erzählte mir, dass sie arbeitslos sei und sich andere Ferien nicht leisten könne. Nun darf man allerdings nicht vergessen, dass Übernachten auf dem Campingplatz nicht wirklich billig ist. Auch in Spanien habe ich viele beobachtet, die einfach ausserhalb des Campingplatz standen und sich dann wohl auf den Platz zum Duschen und Toilettengang "gestohlen" haben.

In Peterborough angekommen werde ich direkt von James abgeholt. Die Formalitäten sind schnell gekärt. Das Auto hat schon einige Meilen drauf und mir wird versichert, dass kleine Krätzerchen etc. kein Thema sind. Ich hoffe, dass ist auch so. Der Vermieter macht aber einen super Eindruck. Ich mache mich vorsichtig auf den Weg. Tatsächlich fällt mir das Linksfahren doch recht schwer und ich muss mich extrem konzentrieren. Ich war schon zwei mal in Grossbritannien und habe mich damals nicht so schwer getan. Verdammt! Ich werde alt! Aber es geht. Ich kämpfe mich zur ersten Tankstelle und tanke erst einmal voll. Als ich aus der Kasse komme, sehe ich eine grosse Pfütze Benzin unter dem Auto. Fängt ja gut an. Ich fahre nochmal zurück. Keiner mehr da, aber hinter mir kommt ein Auto mit dem Vermieter. Ich erkläre ihm das Problem, aber inzwischen hat es auch zu tropfen aufgehört. Manche Modelle haben Probleme mit dem Überlauf. Naja ok, hatte ich auch schon mal. Tanke ich einfach nicht mehr voll.

Entgegen meinem ursprünglichen Plan, mache ich mich nicht in den Westen auf, denn auch der Vermieter hat mir wegen des Weihnachtsverkehrs eher abgeraten. Ich ziehe jetzt die Ostküste vor. Auch das ist weit und anstrengend genug, denn das Ganze geht nur über eine viel befahrene Landstrasse.

Van Camper Ferien in England Mit dem Bumble Camper in England
Erste Rast in typisch englischer Stadt - Van Camper Ferien

Als ich etwas Proviant kaufe, kommt freudenstrahlend eine Frau auf mich zu und erzählt mir, dass sie und ihr Mann auch einen Bumble Camper hatten und eine sehr schöne Zeit damit erlebt hatten. Ihr Mann kommt dazu mit: "Belästigt Sie diese Frau?" Ein nettes, lustiges Paar. Sie haben sich inzwischen etwas Grösseres zugelegt. Wir plaudern noch etwas über vergangene Reiseziele und wünschen uns noch eine gute Fahrt und ein gutes neues Jahr.

Die erste Nacht im Bumble Camper

Am Meer finde ich keinen offenen Campingplatz. So muss ich mich schliesslich doch an einer wenig befahrenen Strecke auf einen Feldweg stellen. Es ist noch sehr früh, allerdings wird es auch sehr früh dunkel hier. Das Auto hat sehr wenig Ablagefläche und so bin ich ständig auf der Suche nach irgendetwas. Normalerweise bin ich etwas kreativer, was das Kochen auf einem Campingplatz angeht, aber zum Abendessen gibt es einfach das Pendant zu einer Fünfminuten-Terrine mit Käsebrot. Ich fange schiesslich an, noch Nachtaufnahmen zu machen, denn ein herrlicher Sternenhimmel ist über mir.

Van Camper Ferien in England
Es wird dunkel - Ferien mit dem Bumble Camper
Living in a van
Gute Nacht Leute

Am nächsten Morgen sind die Scheiben von innen und aussen gefroren. Ich selbst bin nicht erfroren, ich hatte es eigentlich kuschelig warm, nur die Nasenspitze ist recht kalt. Allerding hatte ich zu dem gemieteten Bettzeug noch meinen Schlafsack und darunter auch noch lange Unterwäsche an :-)

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"Really cold this morning!"

Langsam mache ich mich an die Aufräum-Arbeiten. Es dauert, bis wieder alles seinen Platz hat. Das Bettzeug ist vom Kondenswasser etwas feucht geworden und so muss es einen Platz finden, wo es die Chance hat zu trocknen. Aber alles geht irgendwie.

Die Strasse sieht glatt aus und ist es auch, wie ich in der ersten Kurve feststelle. Ich fange das Auto aber schnell wieder auf, ich war schliesslich nicht wirklich schnell.

Van Camper Ferien in England
Glatteis in England

Wenig entfernt von meinem Übernachtungsplatz finde ich einen herrlichen Parkplatz am Meer, auf dem das Parken allerdings nur von morges zehn bis neun am Abend erlaubt ist. Ob das jemand kontrolliert hätte? Kurze Zeit später fährt tatsächlich die Polizei durch, was meine Frage beantwortet.

James hat mir dazu gesagt, dass es viele seiner Kunden vollkommen egal ist, wo sie sich hinstellen. Das Schlimmste, was passieren könne ist, dass nachts die Polizei an die Scheibe klopft und bittet, man soll doch weiterfahren. Ich möchte aber möglichst jeden derartigen Kontakt vermeiden.

Ich will duschen!

Nach einem ausgedehnten Strandspaziergang über den teilweise noch gefrorenen Sandstrand - ich habe zum ersten Mal einen solchen beobachtet - , studiere ich den Campingführer, den mir Bumble Campers mit gegeben hat. Ich rufe einen Platz knapp 100 Meilen entfernt an und tatsächlich, sie haben auf. Ich muss aber mindestens 2 Nächte bleiben. Nicht nur das Bedürfnis nach einem sicheren Standplatz, sondern auch der Wunsch nach einer Dusche lässt mich trotzdem zuschlagen.

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Kalt, aber wunderschön - Strandbesuch am Morgen in England

Langsam mache ich mich auf dem Weg. Die Sonne, die inzwischen herausgekommen war, weicht leider dem Nebel und gelegentlichem Niesel. Nur mit Nachfragen finde ich den Campingplatz. Er liegt sehr schön in einem Wald, ist nicht besonders gefüllt und ich habe ein grosses Feld, auf dem ich den Platz aussuchen kann. Was mir fehlt, ist ein Aufenthaltsraum. Ich frage sicherheitshalber nach, ob ich gelegentlich das Auto anlassen kann, um die Kabine aufzuheizen. Kein Problem, ich soll mich halt etwas entfernt von den anderen wegstellen. Ich glaube, im grünen Freiburg wäre ich für die Frage glatt erhängt worden ;-)

Es ist schon wieder dunkel. Ich geniesse erst einmal meine lang erwartete Dusche. Aus einem Youtube-Video eines amerikanischen Vancampers weiss ich, dass man zum Waschen auch mal Babytücher verwenden kann, wenn man kein Wasser zur Verfügung hat. Das hatte heute morgen schon einigermassen funktioniert und zumindest ich selber hatte nicht das Gefühl zu stinken. Aber eine schöne heisse Dusche ersetzt das nicht.

Wie gestern schlafe ich wieder sehr gut und auch lange und dieses Mal sind die Scheiben wenigstens nicht vereist. Der Platz unter den Bäumen erweist sich als sehr praktisch, denn andere, die frei standen, haben mit zugefrorenen Scheiben zu kämpfen. Um die Feuchtigkeit herauszubekommen, parke ich allerdings um in die Sonne. Mit zweimal aufheizen bekomme ich tatsächlich alles ziemlich trocken. Die Sonne scheint und der umliegende Wald lockt für einen Spaziergang. Allerdings lasse ich mir erstmal soviel Zeit, dass ich nach dem Mittagessen wegkomme.

Der Wald ist eigentlich nicht so prickelnd. Zumindest für mich als alten Schwarzwälder. Nach einigen Metern stösst man in jede Richtung auf eine mehr oder weniger vielbefahrene Strasse. Einzig ein paar Ecken bescheren mit der tiefen Sonneneinstrahlung und dem leichten Dunst doch das ein oder andere tolle Foto.

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Spaziergang im Wald

Relativ früh drehe ich wieder um, meine 10000 Schritte für heute habe ich aber trotzdem überschritten. Auf dem Campingplatz ist auf einmal richtiggehend viel los. Es scheinen wohl viele hier Neujahr feiern zu wollen.

Zudem scheint es heute Nacht wirklich kalt zu werden. Es ist wieder sternenklar. Ich gebe mir dieses mal mehr Mühe, die Fenster mit dem Filzstoff samt Saugnäpfen zu befestigen. Denn über die Scheiben verliert der Innenraum doch stark an Wärme. Leider halten die Saugnäpfe nicht so besonders gut, daher wird das eine Fummelarbeit. Aber tatsächlich bleibt es lange einigermassen warm im Auto. Inwieweit mein improvisierter Heizkörper, zwei mit heissem Wasser gefüllte PET-Flaschen, dazu beiträgt, kann ich nicht sagen.

Wie auch schon heute mittag gibt es zum Abendessen Couscous aus dem Aldi. Fertig gewürzt, einfach kochendes Wasser dazu und warten. Meine Empfehlung. Deutlich besser als der Fünf-Minuten-Terrine Verschnitt.

Da ich sehr früh eingeschlafen bin, bin ich auch ziemlich früh wieder wach. Auf dem Campingplatz herrscht noch Grabesruhe, daher bleibe ich noch im Schlafsack und schlafe tatsächlich nochmal ein. Als dann endlich das Leben erwacht, ist es bei mir in der Kabine eiskalt. Ich gönne mir erstmal einen Tee und mache mich langsam auf den Weg.

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Rückfahrt zum Vermieter

Leider hat sich die Sonne irgendwo hinter dichtem Nebel versteckt, so dass ich sicher die meisten Stellen, die für tolle Fotos geeignet wären, übersehe. Schliesslich bin ich viel zu früh wieder bei Bumble-Camper. Ich »koche« mir ein letztes Mittagessen und dann kommen aber auch schon James und seine Freundin. Er zeigt mir noch andere Ausbauvarianten, die mir teilweise deutlich besser gefallen. Was gut ist und was ich anders machen würde, unten im Fazit.

Die Rückgabe gestaltet sich wie versprochen vollkommen unkompliziert und James bringt mich auch noch zurück zum Bahnhof.

Und schon wieder geht das Bumble Camper Abenteuer zu Ende

Im Warteraum vom Bahnhof Peterborough schlage ich nun Zeit tot und beobachte auch die anderen Wartenden. Es ist vergleichsweise kalt hier drin und ich sitze mit Hoodie, langer Unterwäsche und dicker Jacke darüber da. Viele Jugendliche tragen nur dünne Sweater und eine junge Frau sitzt mir schräg gegenüber in Jeans mit aufgerissenen Knien da. Ist wohl gerade mal wieder modern. Mir wird schon vom Anblick kalt.

Mein Rückflug geht über einen anderen Flughafen, London Gatewick. Die Zugfahrt geht dieses mal teilweise mit der Untergrund-Bahn nach London Victoria. Tatsächlich klappt auch alles ohne Probleme, ich bin nur etwas erstaunt über die teilweise langen Wege, die ich zwischen den einzelnen Stationen gehen muss.

Fazit BumbleCamper

Bumple Camper hat das Prinzip des Van-Campers nicht erfunden, aber gut umgesetzt. Die Vorteile liegen au der Hand: Auto geht als normaler PKW durch, passt auf normale Parkplätze und kann auch ausserhalb des Urlaubes als Auto verwendet werden.

Bei meiner Ausbauvariante waren die hinteren zwei Sitze noch drin. Um das Ganze in den "Bettmodus" zu bringen, wird der Tisch zwischen hinteren Sitzen und einem kleinen Board vorne eingehängt. Darüber wurd ein Futton gerolt, auf dem man schlafen kann. Wäre man zu zweit, kann man rechts und links noch Latten einlegen. Unter dem Tisch wurde der Futton aufgrund des Kondenswassers leider nass.

Ich habe für das normale Camping ein Feldbett von Thermarest. Ich könnte mir vorstellen, dass nur noch einer der vorhandenen Rücksitze weiterverwendet wird und auf der anderen Hälfte eine Art Schrank mit nach oben öffnenden Klappen ist. In dem kann man jede Menge Zeug unterbringen. Zum Schlafen holt man das Feldbett heraus und stellt es einfach auf den Schrank.

Das Kondenswasser ist ansonsten aber auch ein Problem. Eine Heizung müsste das Ding für mich haben. Cool wäre ein VAN mit Standheizung. Alternativ könnte man bei Campingplätzen über den Stromanschluss einen kleinen 500 Watt Radiator anhängen, der den Innenraum problemlos heizen können sollte.

Für die Fenster wären Windabweiser gut. Dann könnte man die Fenster einen Spalt auflassen und darüber auch den Strom reinführen und könnte sich so in jedem Fall den Einbau einer Dachluke sparen.

Die dicken Filzmatten für das Fenster sind zwar über die Saugnäpfe diffizil zu befestigen, machen aber Sinn. Ich dachte erst an Vorhänge, aber der Stoff direkt über dem Fenster verringert sicher die kalte Fläche. Auch die Küche mit dem Standard-Gaskocher und dem kleinen 5 Liter-Tank sind gut durchdacht, ich würde aber eventuell versuchen, dass ganze so zu bauen, dass man gg. die Füsse noch unten durchstrecken kann und so eine sehr lange Liegefläche erhält.

Insgesamt ist es für mich nach wie vor eine sehr attraktive Idee. Nur nicht unbedingt für Wintercamping. Kombiniert mit einem Vorzelt, dass es von Vaude gibt, wird auch der permanente Platzmangel entschärft.

Die Bilder gibt es noch höher aufgelöst bei flickr.



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Letzte Änderung: 30.01.2017
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